Tipps zur Ausrüstung

Für die Ausrüstung gibt es ein paar hilfreiche Hinweise, an denen man sich orientieren kann. Wer zum ersten Mal auf Fahrt mitkommt, muss natürlich nicht von Anfang an perfekt ausgestattet sein oder sich gleich alles anschaffen. Vieles kommt mit der Zeit.

Mit zunehmender Erfahrung – als erfahrener Wölfling oder später als Sippling auf Sommerfahrt – wird eine gut durchdachte eigene Ausrüstung jedoch immer wichtiger. Die folgenden Tipps zu einzelnen Punkten, die auch auf den Packlisten zu finden sind, sollen dabei helfen, auf Fahrt gut zurechtzukommen und sich wohlzufühlen (Einige Sachen eignen sich übrigens auch hervorragend als Geschenkidee!).

Wanderrucksack

Ab der Sippenzeit empfiehlt sich ein passender Wanderrucksack mit mindestens 50 Litern Fassungsvermögen sowie einem breiten Beckengurt und am besten mit integrierter oder separater Regenhülle. Ein gut sitzender Rucksack verteilt das Gewicht gleichmäßig und schont Rücken und Schultern auf längeren Strecken.

Wanderschuhe

Für Wochenend-Hajks und vor allem für längere Sommerfahrten sind feste Wanderschuhe unverzichtbar. Sie sollten über den Knöchel reichen, guten Halt bieten und vorher gut eingelaufen sein. So bleibt man auch bei Regen, Geröll oder steinigem Gelände sicher unterwegs.

Schlafsack

Der Schlafsack sollte zur Jahreszeit passen: Winterschlafsäcke wärmen zuverlässig, während Sommerschlafsäcke leichter sind und weniger Platz im Rucksack beanspruchen.

Isomatte

Bewährt haben sich einfache, nicht aufblasbare Isomatten. Sie sind robuster, bekommen keine Löcher und verlieren dadurch auch nicht so schnell an Komfort. Außerdem lassen sie sich in der Regel außen am Rucksack befestigen – das spart Platz im Inneren für andere wichtige Dinge. Solche einfachen, langlebigen Isomatten findet man zum Beispiel bei Globetrotter.

Bundeswehrponcho

Ab der Sippenstufe ist ein Bundeswehrponcho ein nützlicher Ausrüstungsgegenstand. Er kann gebraucht erworben werden – entweder online oder zum Beispiel im US-Shop an der Nevigeser Straße. Der Poncho hat gleich mehrere praktische Einsatzmöglichkeiten: Er dient im Zelt als Unterlage und schützt zuverlässig vor Feuchtigkeit, nassem Gras, Waldboden oder ähnlichem. Bei einer Pause oder einem kurzen Regenschauer kann er auch zum Abdecken des Rucksacks verwendet werden.

Plastikponchos hingegen sind keine gute Alternative – sie bieten deutlich weniger Schutz und sind qualitativ nicht vergleichbar mit den robusten Bundeswehrponchos.

Wichtig: Den Poncho unbedingt mit dem Namen beschriften, damit er eindeutig zugeordnet werden kann.

Essgeschirr, Essbesteck und Trinkflaschen

Bewährt haben sich US-Essgeschirr und Bundeswehrbesteck – am besten mit Namen markiert und in einem einfachen Stoff- oder Jutebeutel verstaut.
Ab dem Sippenalter sollten außerdem zwei 1-Liter-Trinkflaschen (wieder verwendbare Flaschen) bei jedem Hajk dabei sein.

Fahrtenmesser

Ein gutes Fahrtenmesser ist auf Fahrt unverzichtbar. Hierfür eignen sich vor allem die Messer der Firma Opinel – sie sind leicht, stabil und liegen gut in der Hand. Die scharfe Klinge eignet sich perfekt für die verschiedensten Zwecke auf Fahrt, wie Kochen oder kleinere Lagerarbeiten. Dank des einfachen Drehring-Verschlusses (Virobloc) lässt sich die Klinge bei geöffnetem Zustand sicher fixieren. Modelle wie das Opinel Nr. 7 oder Nr. 8 sind nicht zu groß, nicht zu teuer und vor allem bei jüngeren Pfadfindern beliebt.

Zimmermannshose

Die Zimmermannshose stammt ursprünglich aus dem Handwerk und wurde für körperlich anspruchsvolle Arbeit entwickelt – genau deshalb ist sie auch bei uns so beliebt und hat sich in der Praxis seit Jahren bewährt.

Sie ist aus besonders robustem Material gefertigt (meist Cord oder Zwirn-Doppelpilot) und hält so einiges aus: Ob Lagerfeuer, Zeltaufbau, Wandern oder Geländespiel – die Zimmermannshose ist extrem widerstandsfähig und hält einiges aus. Ihr weiter Schnitt sorgt für viel Bewegungsfreiheit, und die zahlreichen Taschen bieten Platz für alles, was unterwegs griffbereit sein muss, wie zum Beispiel für Fahrtenmesser, Wanderkarte oder kleine Ausrüstungsgegenstände.

Auch optisch passt sie gut zu Kluft, Fischerhemd und Juja. Zimmermannshosen gibt es in verschiedenen Varianten und Farben. Ob gebraucht oder neu – sie sind eine lohnenswerte Anschaffung für Fahrten und Lager.

Troyer

Ein Troyer ist ein strapazierfähiger Wollpullover mit hohem Kragen und Reißverschluss und stammt ursprünglich aus der Seefahrt. Bei uns ist er besonders beliebt, weil er auch bei feuchtem Wetter angenehm warm hält, vielseitig einsetzbar ist und durch seine robuste Verarbeitung lange hält.

Die meisten Troyer bestehen aus reiner Schurwolle, manche Modelle enthalten auch Kunstfasern. Wolle isoliert besonders gut, selbst wenn sie etwas feucht wird – braucht dafür aber etwas mehr Pflege. Wichtig ist, dass der Troyer nicht zu eng sitzt, damit man bequem etwas darunterziehen kann.

Gute Modelle findet man im Outdoorfachhandel, bei Schiffsausrüstern oder gebraucht im Internet. Beliebte Marken sind zum Beispiel Leuchtfeuer oder Elbe-Team – aber auch günstigere No-Name-Troyer erfüllen ihren Zweck völlig.

Tipp: Nach dem Kauf sollte der Troyer einmal ausgelüftet oder mit Wollwaschmittel gewaschen werden, da er anfangs manchmal noch leicht „schafig“ riechen kann.

Schafsfell

Ein Schafsfell ist zwar kein fester Bestandteil der Packliste, aber bei vielen Pfadfinderinnen und Pfadfindern sehr beliebt – vor allem auf Lagern oder längeren Fahrten. Es ist warm, weich und langlebig: ideal als zusätzliche Isolierung beim Schlafen im Zelt oder als gemütliche Sitzunterlage am Lagerfeuer.

Im Vergleich zur Isomatte ist ein Schafsfell zwar etwas schwerer, dafür aber deutlich wärmer und bequemer. Wer häufiger mitfährt oder viel draußen unterwegs ist, weiß den Komfort schnell zu schätzen.

Gute Schafsfelle findet man oft auf Weihnachtsmärkten, in Hofläden oder online. Für die Pflege reicht regelmäßiges Auslüften und Ausschütteln – bei stärkerer Verschmutzung hilft vorsichtiges Abbürsten oder eine schonende Handwäsche (je nach Felltyp). Auch hier wichtig: Das Fell sollte mit Namen beschriftet werden, damit es vor allem auf größeren Lagern nicht verloren geht.

Ihr habt noch Fragen zur Ausrüstung? Sprecht uns gerne an!